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ZINKGLUCONAT
Hauptindikationen: Talg-Überproduktion, Pickel, Hautunreinheiten
PURER AKTIVSTOFF A20
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung: ZINC GLUCONATE
  • Reines Molekül mit einem Reinheitsgrad von mehr als 97%, durch Biosynthese gewonnen
 

Zink ist eines jener Elemente, deren Spuren am häufigsten im menschlichen Körper gefunden werden (ca. 2 g).  Es kommt in allen Zellen vor und ist an etwa 200 Enzymreaktionen beteiligt.  Zink nimmt einen wichtigen Platz in der Haut ein:  Es ist für die Zellteilung und Wachstum und Regenerierung des Gewebes erforderlich. Allgemein ist Zink zudem beteiligt an:
• Funktionieren des Immunsystems
• Transport der Vitamine A und E
• Inkorporation der Fettsäuren in die Phospholipide
• Hemmung der Aktivität der 5-α-Reduktase, die bei der Talgabsonderung wirkt
• Hemmung der Aktivität des Enzyms, das zum Abbau der Triglyceride zu freien Fettsäuren führt
• Melaninsynthese

Zudem werden dem Zink eine antioxidative und eine vernarbende Wirkung zugeschrieben.  In der Kosmetik ist Zink einer der wesentlichen zusammenziehenden und antiseptischen Inhaltsstoffe.   Um es stabil und verfügbar nutzen zu können, wird es in Form von Zinkgluconat verwendet.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Zink ist ein starker Inhibitor der 5-α-Reduktase [2, 3]. Dieses Enzym wirkt als Katalysator bei der Umwandlung von Androgenen zu DHT (Dihydrotestosteron), das sich an die Rezeptoren der Talgdrüsen bindet.  Die Bindung führt zu Talgproduktion.  Zink hemmt das Enzym und bremst so übermäßige Talgdrüsenaktivität (Hyperseborrhoe).

In vivo-Tests haben diese Wirkung von Zink bestätigt [2]. Die Messung der Talgproduktion an der Hautoberfläche während einer topischen Behandlung mit Zink zeigt eine verringerte Talgproduktion.

Außerdem wirken Zinkionen entzündungshemmend.  An Keratinozyten-Kulturen verringert Zink nämlich die Aktivierung dieser Zellen.  Es begrenzt die Produktion von TNF-α und erhält die Lebensfähigkeit der Zellen [4].

In vitro führt Zink zu einer Verringerung von oxidativem Stress.  Es gehört also zur großen Familie der Antioxidantien.  Man geht davon aus, dass Zink zunächst die Thiolate mit den Thiol-Gruppen der Proteinmembranen bildet und so die Bildung von Radikalen mit anderen Metallionen verhindert.  Des Weiteren soll es die Aktivität und Struktur der Superoxiddismutase erhalten.  Schließlich soll Zink die Konzentration an den die freien Radikale zerstörenden Metallthioneinen erhöhen [5].

Zink ist auch für seine antiseptische Wirkung bekannt.  Studien wurden an Kulturen von Mikroorganismen wie E. Coli, S. Aureus oder C. Albican durchgeführt. Ergebnis war, dass Zink in der Lage ist, die Verbreitung von Bakterien oder Pilzen zu hemmen [1].

Auch eine vernarbende Wirkung von Zink konnte gezeigt werden [6, 7].

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Zink ist als Modulator der 5-α-Reduktase bekannt und etabliert.  Es besitzt zudem eine antimikrobielle Wirkung, die jedoch je nach verwendeten Salzen und Verbindungen (z. B. Kupfer) variiert.

Üblicherweise wird es für fettige Haut mit Akne-Neigung empfohlen.

Seine Verfügbarkeit bleibt jedoch eine Herausforderung.  Die Formen „organischen“ Salzes sind günstiger als jene mineralischer Salze.  Salicylsäure, Acetat und Gluconsäure sind die am häufigsten verwendeten Formen.

Durch seine Chelat-Eigenschaften kann das Zink zudem mit anderen Hilfsstoffen aus den Formeln (freies Elektronenpaar wie Hydroxyl) interagieren und in Komplexen gebunden werden, die biologisch ausgetauscht werden müssen. Es sollte also aus Gründen der Vorsicht in Tests überprüft werden.

In der Gluconatformel könnte eine Konzentration von 3% interessant sein.  Jedoch sollten die Erwartungen an eine kurzfristig zu beobachtende Wirkung in allen Fällen gemäßigt werden. Allein genutzt ist Zink mehr ein Modulator der Fläche (fettige Haut). Eine schnelle und gute Wirkung gegen Akne erfordert seine Verbindung mit mindestens einem keratolytischen Stoff wie Salicylsäure.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Zinkgluconat in der Dosierung von 435 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN

[1] Bestimmung der Minimal-Inhibitorkonzentration von Wirkstoffen, Bericht über Studien B09-00026 Dr C LENS F THERY

Wirkung

Methode und Dauer

Getestete Produkte und Dosierung

Ergebnisse

Hemmende Wirkung bei Mikroorganismen

Aufbringung des Produkts auf ein Nährmedium, konzentriert titriert
Folgende Zinksulfat-Konzentrationen werden getestet:
0,25; 0,5; 0,75; 1 und 1,5 % bei S. Aureus und E. Coli
0,75; 1; 1,5; 2 und 2,5 % bei C. Albicans
Nach 24-stündiger Inkubation bei 32°C wird das mikrobielle Wachstum beurteilt. Es findet eine Zählung statt.
Die minimale Inhibitorkonzentration wird beurteilt. Sie entspricht der ersten Konzentration, bei der die Ausgangskultur wiederhergestellt wird.

0,25; 0,5; 0,75; 1; 1,5; 2 und 2.5 % Zinksulfat oder -gluconat

Die minimalen Inhibitorkonzentrationen wurden beurteilt:
4Unter 0,25% Zinksulfat, also 0,4% Zinkgluconat für S. Aureus und E. Coli,
4Unter 0,75% Zinksulfat, also 1,2% Zinkgluconat für C. Albicans
Schlussfolgernd hemmt Zink also die Vermehrung von Bakterien und Pilzen.

 

 

  • LITERATURANGABEN

[2] Effect of a topical erythromycin-zinc formulation on sebum delivery. Evaluation by combined photometric-multi-step samplings with Sebutape. Pierard GE and Pierard-Franchimont C, Clinical and Experimental Dermatology, 18(5):410-413. 1993.

[3] Inhibition of 5α-réductase activity in human skin by Zinc and azelaic acid. Stramatiadis D et al, British Journal of Dermatology,119(5): 627-632. 1988.

[4] Protective effect of Zinc on keratinocyte Activation markers induced by interferon or nickel. Gueniche A, Acta Derm Venereol,75(1): 19-23. 1995.

[5] Antioxidant-like properties of Zinc In Activated Andothelial Cells. Hennig B and McClain GJ, Journal of the American College of Nutrition, 18(2):152–158. 1999.

[6] Zinc in wound healing : theoretical, experimental and clinical aspects. Lansdown ABG et al, Wound rep reg, 15(1):2-16. 2007.

[7] In vitro modulation of keratinocyte wound healing integrins by zinc, copper and manganese. Tenaud I et al, British Journal of Dermatology, 140,(1):26-34. 1999.

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