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UREA
Hauptindikationen: Sehr trockene Haut, Spannungsgefühl
PURER AKTIVSTOFF A33
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung : Urea
  • Reines Molekül mit 99% Reinheitsgrad, durch Biosynthese gewonnen

 

Urea, ein natürlich im menschlichen Körper vorkommender Stoff, ist die Form, in der Stickstoffverbindungen (aus dem Aminosäurenstoffwechsel beim Menschen) ausgeschieden werden. Die Leber baut Aminosäuren zu Urea ab.

Der Stoff kommt auch in der Epidermis vor, dort kommt er hauptsächlich aus den Schweißdrüsen und gehört zu den hygroskopischen Bestandteilen des Stratum corneum, die ein natürlicher Feuchthaltefaktor (Natual Moisturizing Factor) sind.  Urea wird in dermatologischen und kosmetischen Produkten wie Cremes, Körpermilch und Gels verwendet.  Sie ist Bestandteil aller Produkte zu Behandlung von Xerose, Ichtyose und lokaler Hyperkeratose. Urea wird häufig zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt, welche sich im Wesentlichen durch sehr trockene Haut äußert.
Außerdem stellte sich heraus, dass der Stoff antibakteriell wirkt, ebenso selbstregulierend (ein Urea-Überschuss führt nicht zu einer übermäßigen Feuchtigkeitsversorgung), und das Eindringen von Wirkstoffen fördert.

Urea wird einwandfrei vertragen und dringt sehr leicht in die Haut ein. Die in der Kosmetik verwendete Urea wird ausschließlich synthetisch hergestellt in einem verschmutzungsfreien Verfahren, und ihre Verwendung ist ebenfalls in Bio-Kosmetika erlaubt.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Urea fördert die Beseitigung von Schuppen und die Erneuerung der Korneozyten und ist ein ausgezeichneter Feuchtigkeitsspender für die Haut [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8].

Herkömmlich wird sie in der Dermatologie zur Behandlung von trockener Haut verwendet, hauptsächlich weil sie die Wasserstoffbrücken der Proteinketten durchbrechen kann und deren Konstellation und Aggregation verändern kann. Folglich wirkt sie in hoher Konzentration (über 10%) keratolytisch und erhöht die Hautpermeabilität.  Bei einer Konzentration von 10% oder weniger fördert sie die Bindung des Wassers an die Proteinketten [9].

Sie ist hygroskopisch und macht die Hautzellen hydrophiler [10, 11].

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Dieses chemisch sehr einfache Molekül, Endprodukt des Stoffwechsels der Nukleinsäuren, hat keine spezifische pharmakologische Wirkung. Durch seine deutliche Wasseraffinität, seinen nichtionischen Charakter und seine Fähigkeit, Wasserstoffverbindungen zu erzeugen, ist es in der Lage, mit Proteinen und komplexen biologischen Strukturen zu interagieren. Es kann die Wasserretention erleichtern und in hoher Konzentration biologische Strukturen trennen und löslich machen. Urea hat osmotische Zelleigenschaften, die in der Pharmazeutik gut bekannt sind und sich von jenen der Mineralsalze unterscheiden.

Bei der Haut wird ihre befeuchtende Wirkung im Prozentbereich (1 bis 5%) geschätzt.  Mit ansteigender Konzentration treten die trennenden Eigenschaften zutage und verleihen ihr die Fähigkeit, die am wenigsten fest sitzenden Korneozyten „abzulösen“.  Die keratolytischen Eigenschaften in hoher Dosierung (etwa 10%) führen zu einer keratolytischen Wirkung, die ausreicht, um die Hauterneuerung zu beschleunigen und die Haut allgemein zu stimulieren. Dies hat dazu geführt, dass der Wirkstoff gegen Photoalterung als Alternative zu den AHA vorschlagen wird.

Bei „extremen“ Konzentrationen (40% und mehr) werden die Produkte sehr „auflösend“ und ermöglichen sogar, beispielsweise unter Okklusion, die Ablösung des Nagels um Nagelpilz zu behandeln. Hohe Konzentrationen ermöglichen ebenso die „Reinigung“ der Schuppenflechte-Plaques und der anderer Keratosen (Haare, Fußsohlen). Viele Medikament-Zubereitungen durch Apotheker zeugen von der Nutzung dieses Wirkstoffs.

Die Aktivität des Moleküls hängt stark von der Galenik ab. Es muss kein tieferes Eindringen versucht werden, da die bekannten Wirkungen epidermal sind (Stratum corneum), doch die begleitende Verwendung von Fettstoffen als „Schutzschirm“ wird das Ergebnis und die Konzentrations-abhängigen Wirkungen beeinflussen.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Urea in der Dosierung von 2500 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] The clinical benefit of moisturizers. Lodén M, J Eur Acad Dermatol Venereol. 19(6): 672-88. 2005.
[2] Significance of urea in external therapy. Wohlrab W, Hautarzt, 40 (9): 35-41. 1989.
[3] Instrumental and dermatologist evaluation of the effect of glycérine and urea on dry skin in atopic dermatitis. Loden M et al, Skin res technol, 7(4):109-213. 2001.
[4] Cream or foam in pedal skin care : towards the ideal vehicle for urea used against dry skin. Borelli C et al, Int J Cosmet Sci, 33(1): 37-43. 2010
[5] Influence of excipients on moisturizing effect of urea. Couteau C et al, Drug Dev Ind Pharm, 32(2) : 239-342. 2006.
[6] 10% urea cream (Laceran) for atopic dermatitis : A clinical and laboratory evaluation. Pigatto PD et al, Journal of Dermatological Treatment, 7(3): 171-175. 1996.
[7] A double-blind comparison of two creams containing urea as the active ingredient. Assessment of efficacy and side-effects by non-invasive techniques and a clinical scoring scheme. Serup J, Acta Derm Venereol Suppl (Stockh). 177: 34-43. 1992.
[8] Clinical evaluation of 40% urea and 12% ammonium lactate in the treatment of xerosis. Ademola J et al, Am J Clin Dermatol. 3(3): 217-222. 2002.
[9] ACTIFS ET ADDITIFS EN COSMETOLOGIE, Marie-Claude MArTINI, p 201. ED1992.
[10] Introduction neurodermatitis and urea. Wohlrab W, Hautarzt, 43(11):1-4. 1992.
[11] Moisture retaining effect and tolerance of urea containing Externa in neurodermatitis patients. Taube KM, Hautarzt, 43(11):30-32. 1992.

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