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SOJA-ISOFLAVONE
Hauptindikation: Auswirkungen der Menopause auf die Haut
PURER AKTIVSTOFF A07
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung: GLYCINE SOJA (SOYBEAN) SEED EXTRACT
  • Titrierter Sojasamenauszug (Glycine max L.), Isoflavone (Gehalt über 50%)
 

Glanzlose Haut kann durch einen wächsernen, für fettige Haut typischen Teint mit großen Poren entstehen oder eine der Folgen von Hautalterung sein durch:
• Verdickung der Hornschicht durch Ablagerung von Korneozyten, wodurch die Transparenz der Epidermis verringert wird
• Verdünnung der lebenden Epidermis
• Verlangsamung der Turnover-Aktivität (Erneuerung) der Keratinozyten
• Erhöhte und unregelmäßige Melanozytendichte
AHA sind in der Lage, den Zusammenhalt der Korneozyten zu verändern und so den Abschuppungsprozess zu beschleunigen und passen so die Erneuerung der Epidermis an.
Die Zitronensäure hat zudem im Vergleich zu anderen AHA eine zusammenziehende Wirkung, die durch Verkleinerung der großen Poren ein feineres Hautbild ermöglicht (diese zusammenziehende Wirkung ist allgemein anerkannt, üblicherweise durch die traditionelle Verwendung der Zitrone).

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Die altersbedingte Östrogenknappheit führt zu einem Volumen- und Dichteverlust der Haut.  Die hormonähnliche Wirkung „östrogenlike“ der Soja-Isoflavone (Genistein und Daidzein) wirkt auf:
• die Anregung der Hyaluronsäure-Produktion [1] Genistein und Daidzein erhöhen siginifikant die Hyaluronsäure-Produktion bei Keratinozyten-Kulturen und verbessern Hautveränderungen.
• die Anregung der Kollagen-Produktion [2] bei Fibroblasten-Kulturen Genistein führt zu einer gesteigerten Kollagenkonzentration.
• Verbesserung der Haut-Elastizität [3]
• Hemmung der Matrix-Metalloproteinase (MMP-1) wie Kollagenase und Elastase, die das Bindegewebe abbauen [4]

Bei der Anwendung eines Gels mit Isoflavonen (4% Genistein) konnte eine gesteigerte Hautdichte und eine erhöhte Anzahl Blutgefäße beobachtet werden [4]. Soja-Isoflavone (2%) führen bei topischer Anwendung zudem zu einer höheren Anzahl Papillen bei älteren Menschen, wodurch die Verbindung zwischen Dermis und Epidermis verstärkt wird [5]. Reifere Haut erscheint so jünger [2].

Die Verbesserung der Dermis-Epidermis-Verbindung, der Elastizität und der Hautdichte hängt mit der gesteigerten Hyaluronsäure- und Kollagen-Produktion und dem durch Inhibition der MMP gehemmten Kollagen- und Elastinabbau zusammen. Die Verwendung dieser Wirkstoffe gibt so der Haut Volumen und Dichte zurück.

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Bestimmte polyzklische Moleküle mit günstiger Elektronendichte können die Wirkung von natürlichen Hormonen an Kernrezeptoren nachahmen. Dies ist bei Soja-Isoflavonen der Fall für die ER-Rezeptoren (Östrogen). Diese Wirkung ist gut belegt. Es sei darauf hingewiesen, dass wie fast immer die Aglycon-Form von Genistein und Daidzin die wirksamere ist. Dies kann den Vergleich der wirksamen Dosen je nach den Produkten, die in den in der Literatur beschriebenen Studien verwendet werden, kompliziert machen.

Die Veränderung der Kernrezeptoren ist ein grundlegender Mechanismus der Differenzierung, Vermehrung und des Erhalts der Zellaktivität. Die Aktivierung der ER hat eine unleugbare Wirkung auf den Erhalt des jungen Aussehens der Haut (Faserproduktion) und die Hemmung von Kollagenase und Elastase. Ähnliche Wirkungen sind möglich bei anderen Kernmodulatoren wie Retinsäure.

Andere nicht-kernbezogene Wirkungen sind möglich, insbesondere auf die „Calcium-Kette“, was auch zu einer Kern-Antwort führen kann.

Es ist denkbar, dass die maximale Wirksamkeit dieses Produkttyps in der Menopause liegt, wo die natürliche Anregung fehlt. Kontrollierte Studien liegen noch nicht vor, da sie zeitlich schwierig durchzuführen sind. Die Anpassungsmechanismen der Haut nehmen längere Zeit in Anspruch (mehrere Monate) und machen den Beweis so schwierig. Es ist jedoch gesichert, dass die verringerte Anregung dieser Rezeptoren zu Mangel in der Haut führt.

Soja-Isoflavone sind ein herkömmliches Mittel, verfügen aber heute über eine gute Begründung, um die Auswirkungen des Absinkens der Sexualhormone und dessen Konsequenzen auf die Haut zu bekämpfen. Bei topischer Anwendung sind keine ernsten Nebenwirkungen bekannt.

Die anzuwendenden Dosen sollten die Bedürfnisse des Organismus berücksichtigen, angesichts der mäßigen spezifischen Wirkung der Sojaauszüge sollten jedoch zunächst die gute Verfügbarkeit und eine fühlbare Wirkung bevorzugt werden. Eine Genistein-Konzentration (Aglycon aus Hydrolyse) von 1 bis 2% scheint in einer gut einziehenden Formel (hydroalkoholisch beispielsweise) gerechtfertigt zu sein.

Die Wirkung kann nach mehreren Wochen beobachtet werden, wobei die Behandlung fortlaufend weitergeführt werden sollte, da sie dem natürlichen Absinken des biologischen Hormons entgegenwirkt.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Soja-Isoflavone in der Dosierung von 145 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] Genistein and daidzein stimulate hyaluronic acid production in transformes human keratinocyte culture and hairless mouse skin. Miyazaki K et al. Skin. Pharmacol. Appl. Skin. Physiol, 15(3):175-83. 2002.

[2] Novel aspects of intrinsic and extrinsic aging of human skin: beneficial effects of soy extract. Südel KM et al. Photochem Photobiol. 81(3):581-7. 2005

[3] Topical application of bifidobacterium-fermented soy milk extract containing genistein and daidzein improves rheological and physiological properties of skin. Miyazaki A et al. J. cosmet, Sci 55(5) :473-479. 2004.

[4] Topical N-acetylCysteine and genistein prevent Ultraviolet-light induced signaling that leads to photoaging in human skin in vivo. Kang S et al. The society for investigative dermatology, 120(5): 835-841. 2003.

[5] The effect of topical isoflavones on post-menopausal skin: double bind and randomized clinical trial of efficacy. Moraes AB et al. European journal of obstretic and gynecology and reproductive biology 146:188-192. 2009.


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