XSchließen

Wenn Sie unsere Website weiterhin benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen Dienstleistungen und Angebote zu unterbreiten, die Ihren Interessen entsprechen.

Mehr darüber und Parametrieren der Cookies
Q10
Hauptindikation: Vorbeugung von Falten
PURER AKTIVSTOFF A01
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung: UBIQUINONE
  • Reines Molekül mit einem Reinheitsgrad von mehr als 97%, durch Biotechnologie gewonnen
 

Q10 ist auch unter dem Namen Coenzym Q10 oder Ubichinon bekannt. Es handelt sich hierbei um einen Vitamin-ähnlichen Stoff.

Q10 kommt natürlicherweise in der Haut vor und ist lebenswichtig für ein gutes Funktionieren des menschlichen Körpers.

Dennoch nimmt die Haut-eigene Konzentration an Q10 mit dem Alter deutlich ab, wodurch die Haut insbesondere gegenüber UV-Einwirkung anfälliger wird.

Q10 ist eines der wenigen lipophilen Antioxidantien.

Das auch in der pharmazeutischen Industrie sehr häufig verwendete Q10 wirkt gegen Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Migräne, Paradontitis usw.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Vor kurzem durchgeführte in vitro- und in vivo-Studien zeigen, dass die Verwendung von Q10 zur Vorbeugung der ersten Zeichen von Hautalterung wirken soll.

Dank der Wirkung gegen freie Radikale schützt Q10 die Zellen des Hautgewebes gegen den oxidativen Stress, der durch UV-Strahlung hervorgerufen wird [1]. Zudem ermöglicht Q10 den Schutz der Bestandteile der dermalen Matrix (Kollagen, Elastin, Hyaluronsäure usw.), indem es die Kollagenasenexpression [1] und MMP-1-Expression (Metalloproteinasen) [2] begrenzt. Auch regt es die Vermehrung der GAG (Glycoaminoglycanen) an und trägt so zum Erhalt der Hautdichte bei [1].

Durch die Verringerung der Synthese von Entzündungsmediatoren wie etwa IL-6 beruhigt Q10 die Haut [2]. Im Übrigen besitzt es eine belebende Wirkung, weil es die Glykolyse durch Ansammlung von Glukose in den Keratinozyten anregt [3]. Schließlich legen die gleichen Studien dar, dass die regelmäßige langfristige Anwendung eines Q10 enthaltenden Produkts die Faltentiefe verringern kann [1].

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Q10 oder Ubichinon ist ein Chinon-Derivat. Seine hydrophobe Seitenkette verleiht ihm eine gute Affinität für die lipophilen Strukturen wie die Zellmembranen. Die reduzierte Form ist das Ubichinol. Die oxidierten und reduzierten Formen werden im notwendigen Elektronentransfer wechselnd gebildet, welcher zur Phosphorylierung von ADP zu ATP (sehr energetisch) führt.

Das Coenzym Q10 besitzt antioxidative Eigenschaften (maximal in der Hydrochinon-Form).  Es ist ein ausdrücklich notwendiges Coenzym für Stoffwechselketten, wo es Redoxreaktionen dank seiner Struktur mit Elektronenzirkulation fördert. Es ist unverzichtbarer Bestandteil des Energiestoffwechsels.

Sein Vorkommen scheint mit dem Alter abzunehmen und die exogene Zuführung soll den Zellstoffwechsel anregen und gleichzeitig gegen Radikale schützen. Zahlreiche in vitro-Studien belegen eine Wirkung auf die Verringerung von Faktoren, die Kollagen abbauen (Kollagenase und MMP).

Es sei darauf hingewiesen, dass eine Statin-Einnahme die vom Organismus synthetisierte Q10-Menge verringern kann. Jedoch ist uns keine bestätigte Korrelation mit dermatologischen Problemen bekannt.

Im Gegensatz zu den Vitaminen, die exogen zugeführt werden müssen, wird das Coenzym Q10 auf Grundlage von Tyrosin und der Polyisopren-Kette synthetisiert.  Hier sind die Enzyme des Cholesterin-Stoffwechsels beteiligt. Es ist denkbar, dass in der Haut bestimmte Stoffwechsel-Konkurrenzen und Kontrollen ablaufen.

In vivo wurde die Dosis nicht klar festgelegt. Es ist anzunehmen, dass der Bedarf mit dem Alter variiert.  Wir können lediglich die unseres Wissens maximale in klinischen Studien verwendete Dosierung von 0,3% empfehlen.
Die häufige Verwendung und die wiederkehrende Diskussion des Wirkstoffs in der Kosmetik sollten Dermatologen und Forscher dazu anregen, das Molekül noch breiter zu untersuchen.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der pure Aktivstoff Q10 in der Dosierung von 40 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] Photoprotective effect of green tea polyphenols. Yusuf N et al. Photodermatol. Photoimmunol. Photomed. 23(1):48-56. 2007.

[2] Cutaneous photoprotection from ultraviolet injury by green tea polyphenols. Elmets CA et al. J. Am. Acad. Dermatol. 44(3): 425-432. 2001.

[3] Epigallocatechin gallate protects against oxidative stress-induced mitochondria dependent apoptosis in human lens epithelial cells. Yao K.et al. Molecular Vision, 14:217-223. 2008.

[4] Polyphenolic antoioxidant (-)-epigallocatechin-3-gallate from green tea reduces UVB-induced inflammatory responses and infiltration of leukocytes in human skin. Katiyar SK. Photochem Photobiol. 69(2):148-153. 1999.

[5] Topical application of green and white tea extracts provides protection from solar-stimulated ultraviolet light in human skin. Camouse MM et al. Experimental dermatology, 18(6):522-526. 2009.

[6] Epigallocatechin gallate’s protective effect against MMP7 in recessive dystrophic epidermolysis bullosa patients. Igondjo-Tchen-Changotade S et al. Journal of investigative dermatology. 127: 821-828. 2007.

[7] Protective effect of Epigallocatechin-3-gallate on UVA and UVB-induced skin damage. Kim J. Skin Pharmacol. Appl. Skin Physiol.14:11-19. 2001.

[8] Double-blinded, placebo controlled trial of green tea extracts in the clinical and histologic apparence of photoaging skin. Chiu AE. Dermatol. Surgery. 31:855-859. 2005.

Diese Angaben dienen ausschließlich dem Zweck der Information und stellen in keinem Fall eine medizinische Information dar; ebenso wenig können wir dafür haftbar gemacht werden. Diese Dokumente dürfen ausschließlich für den persönlichen und privaten Informationsbedarf kopiert und reproduziert werden. Jede Verwendung einer Kopie oder Reproduktion zu anderem Zweck ist ausdrücklich verboten und zieht rechtliche Konsequenzen für den Verwender nach sich gemäß Artikel L 122-3 des französischen Urheberrechtsgesetzes („Code de la Propriété Intellectuelle“).