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Peptid-6 Pro-Melanin
Hauptindikationen: Schweres Bräunen, sonnenempfindliche
Haut (Vorbereitung und Bräunungsoptimierung)
PURER AKTIVSTOFFA84
Zusammenfassung
  • INCI : acetyl hexapeptide-1, glycerin, water,  dextran
  • Pure molecule obtained by synthesis.

 

Die Bräunung korreliert mit dem Anstieg der Pigmentierung der Haut in Kombination mit einer Erhöhung der Melaninproduktion nach der Strahlenexposition (hauptsächlich UVB-Strahlen). Melanin ist ein Pigment, das in den Melanozyten gebildet wird. Seine Fähigkeit, UV-Strahlen zu absorbieren, macht Melanin zu einem natürlichen Schutzschirm für die intakte Haut.

Während der Sonnenexposition wird die Melanogenese auf verschiedenen Ebenen aktiviert:

  • ekretion durch die Keratinozyten von Mediatoren wie α-MSH, die sich dann auf die Melanozyten setzen und die Melaninproduktion anregen.
  • Aktivierung der Tyrosinase, einem Enzym, das die biochemischen Prozesse katalysiert, die zur Melaninpigmentproduktion führen.
  • Beschleunigung der Übertragung dieser Melanine zu den Keratinozyten.

Das Peptid-6 Pro-Melanin ist ein biomimetisches Hexapeptid aus sechs Aminosäuren, das auf allen drei vorstehend beschriebenen Ebenen der Melaninsynthese agiert. Es führt zu einer natürlichen biologischen Pigmentierung der Haut. Das Bräunungsergebnis ist progressiv und gleichmäßig.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Die Melanine werden während der Melanogenese durch darauf spezialisierte Zellen, die Melanozyten, produziert und nehmen zwei Formen an: die Eumelanine (braun oder schwarz) und die Phäomelanine (gelb-orange). Unter der UV-Einwirkung nimmt die Melaninsynthese zu und die Übertragung der Melanine zu den Keratinozyten wird beschleunigt.

Die Melaninproduktion ist eine adaptive Antwort des Organismus auf lang anhaltende Sonnenexpositionen. Nach der Stimulierung durch die UV-Strahlen produzieren die Melanozyten eine induzierbare Pigmentierung, entsprechend der Fähigkeit eines jeden Individuums, eine Bräunung als natürlichen Schutzmechanismus der Haut zu entwickeln. Die Melaninpigmentierung ist einen natürlicher Sonnenschutz, da sie einen Filter für sichtbare und UV-Strahlen darstellt.

Während einer Einstrahlung versammeln sich die zu den Keratinozyten [1] übertragenen Melanosome über dem Zellkern (so genanntes Capping) und schützen so das genetische Zellmaterial [2].

 

  • Die Hauptfunktion der Melanozyten ist die Melaninsynthese oder "Melanogenese"

 

Dieser Prozess bringt verschiedene Enzyme ins Spiel, die verschiedene Reaktionen katalysieren und die Produktion der Melaninpigmente in den Melanosomen veranlassen. Die am besten charakterisierten Enzyme sind die Tyrosinasen TRP1 und TRP2 [1, 2, 3].

Die Tyrosinase ist das Hauptenzym der Melanogenese. Sie katalysiert die ersten beiden Reaktionen des Melaninsyntheseprozesses, die Hydroxylierung von Tyrosin zu 3,4-Dopa und die Oxydation der Dopa zu Dopaquinon, das anschließend entweder in Eumelanin oder in Phaemelanin umgewandelt wird [1, 4].

Die UVA- und UVB-Strahlen sind die wesentlichen Faktoren, die eine Intensivierung der Hautpigmentierung bewirken können. Die UV-Strahlungen wirken direkt auf die Melanozyten ein, insbesondere durch die Ausbildung einer oxidativen Umgebung und durch melanozytäre Läsionen der Zell-DNA.

Auch die proopiomelanocortinen Peptide α-MSH und ACTH spielen bei dieser Regulierung eine entscheidende Rolle [3, 5, 6]. Sie werden von den Keratinozyten nach UV-Einstrahlung produziert und wirken auf die Melanozyten ein, die den Melanocortinrezeptor MC1-R exprimieren. Nach dem Stimulierungsprozess erhöht dieser Rezeptor die Konzentration der intrazellulären AMPc. Diese AMPc spielt eine zentrale Rolle, mit der Stimulierung der Melanogenese ebenso wie mit der Übertragung der Melanosome [2, 3].

Das Peptid-6 ist ein agonistisches biomimetisches Hexapeptid des α-MSH (α-Melanozyten-stimulierendes Hormon) und verhält sich analog zu den melanotropen Hormonen. Aufgrund seiner Affinität zum MC1-R Rezeptor führt das Peptid-6 Pro-Melanin zu einer Aktivierung des metabolischen AMPc-Prozesses. Es kurbelt die Tätigkeit des Tyrosinase-Enzyms und damit die Melaninproduktion an.

 

  • Das Peptid-6 Pro-Melanin stimuliert die Melanogenese in vitro und in vivo

 

Die Wirkung des Peptid-6 Pro-Melanins auf die Tyrosinase wurde in vitro durch Dosierung des L-DOPA bei 475 nm bewertet. Daraus ergibt sich, dass dieses Peptid die Tyrosinaseaktivität um 83 % steigert. Parallel dazu regt es die AMPc-Synthese [7] an und wirkt auf die Morphologie der Kulturen menschlicher Melanozyten: Es unterstützt die Bildung von Dendriten und die Zellkörper werden größer [8].

Eine klinische Studie mit 12 Frauen mit Phototyp III und IV hat gezeigt, dass die lokale Anwendung eines Gels, das 5 % Peptid-6 Pro-Melanin enthält, die Bräunung signifikativ verbessert [9]:

  • Es erhöht die Pigmentierung der Haut um 54 % gegenüber dem Placebo.
  • Es führt zu einer signifikativen Steigerung der Melaninproduktion um 65% gegenüber dem Placebo

 

  • Das Peptid-6 Pro-Melanin schützt und repariert die UV-geschädigte DNA

 

Ein Kometentest hat die Fähigkeit des Peptid-6 nachgewiesen, die Zell-DNA in den menschlichen Melanozyten vor UVA- und UVB-Strahlen zu schützen [10]. Es schützt die DNA vor UV-bedingten oxidativen Schädigungen [11].
Auf Hautexplantaten getestet, reduziert das Peptid-6 Pro-Melanin die Anzahl der durch Strahlung verbrannten Zellen. Es schützt die Keratinozyten und regt die Reparatur der UV-bedingten DNA-Schädigungen an [12].

 

  • Das Peptid-6 Pro-Melanin beruhigt die Haut

 

Die Vorbehandlung der Keratinozyten mit diesem Peptid verringert die IL-α-Produktion gegenüber dem irritierten, aber nicht behandelten Kontrollexplantat [13]. Darüber hinaus hemmt es signifikant das Prostaglandin PGE2 und damit die entzündliche Reaktion [14].

Die Ankurbelung der Melaninproduktion (eines natürlichen Bräunungspigments) sowie der Schutz und die Reparatur der Zell-DNA machen das Peptid-6 Pro-Melanin zu einem perfekten Aktivstoff zur Optimierung und Verlängerung der Hautbräune.

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Das Peptid-6 ist ein Hexapeptid, das heißt eine Verbindung von 6 Aminosäuren, die natürliche Bestandteile des menschlichen Körpers sind. Es stimuliert die Melaninproduktion durch die Melanozyten. Es wurde klinisch nachgewiesen, dass das Peptid-6 die Bräunung auf diese Weise signifikativ verbessert hat. Außerdem wurde nachgewiesen, dass das Peptid-6 die UV-geschädigte Zell-DNA schützt und repariert. Damit ist das Peptid-6 ein sehr interessanter Aktivstoff zur Unterstützung der Bräunung bei gleichzeitigem Schutz der Haut vor den schädlichen Einflüssen der Sonne.
Seine Verwendung entbindet jedoch nicht von der Pflicht der Anwendung geeigneter Vorsichtsmaßnahmen, an die hier nochmal erinnert sei: Vermeidung einer direkten, willentlichen Sonnenexposition zwischen 12 und 16 Uhr, Auftragen einer Sonnencreme mit hohem UVB-Schutzfaktor (SPF 50+) und UVA-Schutz (Index PPD, muss mindestens einem Drittel des SPF-Faktors entsprechen). Übermäßige Sonnenexposition kann zu vorzeitiger Hautalterung führen und Hautkrebs hervorrufen.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle wissenschaftlichen Publikationen und Studien, gewohnten Nutzungsweisen und Meinungen unserer Experten über diesen Aktivstoff empfehlen den Einsatz des puren Aktivstoffs Peptid-6 Pro-Melanin in einer Dosierung von 5 %, das heißt 1 mg pro 100 ml Flakon

 

  • LITERATURANGABEN

[1] Approaches to Identify Inhibitors of Melanin Biosynthesis via the Quality Control of Tyrosinase. Ando H. Journal of Investigative Dermatology, 127 : 751-761. 2007.

[2] Mélanogenèse. Passeron et al. Cosmétologie et Dermatologie esthétique, 50-020-C-10. 2005. Abdel-Malek Z et al. Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 92 : 1789-1793. 1995.

[3] The melanogenesis and mechanisms of skin-lightening agents – existing and new approaches. Gillbro JM and Olsson MJ. International Journal of Cosmetic Science, 33: 210-221. 2011.

[4] A Chemist’s View of Melanogenesis. Ito S. Pigment Cell Res. 16: 230- 236. 2003.

[5] α-Melanocyte stimulating hormone and its analogue Nle4DPhe7-MSH affect morphology, tyrosinase activity and melanogenesis in cultured human melanocytes. Hunt G et al., Journal of Cell Science, 107: 205-211. 1994.

[6] Mitogenic and melanogenic stimulation of normal human melanocytes by melanotropic peptides.

[7] Studie durch das Europäische Institut für Zellbiologie unter der Leitung von C. Gonindard. Unipex (Lieferantendokument).

[8] Studie durch das Europäische Institut für Zellbiologie unter der Leitung von I. Tomatis. Unipex (Lieferantendokument).

[9] Studie durch das klinische Fachinstitut "Institut d’Expertise Clinique" unter der Leitung von P. Lenoble und E. Camel. Unipex (Lieferantendokument).

Aktivität Methode und Dauer
Getestetes Produkt und Dosierung
Ergebnisse

Melanogenese

Studie mit 12 Frauen mit Phototyp III und IV.

1. Phase: Lokale Anwendung der Produkte auf die Innenseite des Vorderarms (ein Produkt pro Arm, 2µl/cm² auf 75 cm²), 2x pro Tag während 2 Wochen ohne Sonnenexposition.

2. Phase: Sonneneinstrahlung durch eine UVA+UVB-Lampe mit 0,6 MED am Ende der Behandlungsphase während 4 aufeinanderfolgenden Tagen.

3. Phase: Beurteilung von 3 Parametern nach 21 Tagen: Pigmentierung (digitaler Maßstab, durchgeführt durch einen Dermatologen), Melaninkonzentration und ultrastrukturelle Analyse der Biopsien der einzelnen Testpersonen.

Gel mit 5 % Peptid-6 Pro-Melanin oder Placebo-Gel

  • Pigmentierung: signifikative statistische Differenz zwischen den durch die 2 getesteten Produkte ausgelösten Pigmentierungen: Die mit Peptid-6 Pro-Melanin behandelten Hautpartien weisen eine um 54 % höhere Pigmentierung auf.
  • Die Melaninkonzentration wurde durch Bildanalyse der Biopsien quantifiziert: Die Anwendung von 5 % Peptid-6 Pro-Melanin führt zu einer signifikanten Steigerung der Melaninkonzentration um 65 % gegenüber dem Placebo-Gel.
  • Die ultrastrukturale Analyse der Keratinozyten und der Melanosome wurde durch Mikroskopie bewertet: Die Melaninpigmente sind in der Basalebene des Stratum Germinativum reichlich vorhanden. Eine Anhäufung von Melanin in der supranuklearen Zone der Keratinozyten wird beobachtet. Auch wird eine große Anzahl an Keratinozyten beobachtet, die Melanosome enthalten und von größerem Umfang sind, sowie eine charakteristische Verteilung mit Hutbildung am apikalen Pol der Zelle.

[10] Studie durch die Université de la Méditerranée Aix Marseille II unter der Leitung von M. De Meo. Unipex (Lieferantendokument).

[11] Studie durch das Europäische Institut für Zellbiologie unter der Leitung von E. Loing. Unipex (Lieferantendokument).

[12] Studie durch Straticell unter der Leitung von N. Belot und E. Loing. Unipex (Lieferantendokument).

[13] Studie durch das Europäische Institut für Zellbiologie unter der Leitung von I. Tomatis. Unipex (Lieferantendokument).

[14] Studie durch das INSERM Forschungslabor in Montpellier. Unipex (Lieferantendokument).