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MAGNESIUM
Hauptindikation: Stressempfindliche Haut
PURER AKTIVSTOFF A63
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung : MAGNESIUM CHLORIDE
  • Reines Molekül mit einem Reinheitsgrad von mehr als 99%, durch Biosynthese gewonnen

 

Magnesium wird in Form von Hydrat, Hydroxyd, Carbonat, Chlorid oder anderen Salzen häufig in der Medizin und der Pharmazeutik verwendet. Das Magnesium-Ion Mg2+ spielt für das ionische Gleichgewicht des menschlichen Körpers eine wichtige Rolle und muss, genau wie Kalzium, in der Nahrung vorhanden sein.
Der Körper produziert kein Magnesium, sondern verbraucht es im Gegenteil mehr oder weniger schnell, je nach physischer Aktivität und dem Stressniveau des Organismus. Magnesium agiert in vielen Stoffwechselprozessen.
Die Haut ist über den neuroendokrinen Teil des Nervensystems eng mit diesem verknüpft. Dies erklärt, dass unter Stresseinwirkung zahlreiche Hautprobleme sich durch vorübergehende anfallsartige Ausprägungen wie entzündliche Dermatosen (Ekzeme, Serborrhoisches Ekzem, Schuppenflechte, Vitiligo, Alopezie usw.) äußern. Langfristig wird durch zu häufigen, wiederholten Stress das Gleichgewicht der Haut gestört und die Hautimmunität kann sogar eingeschränkt werden.
Magnesium besitzt also für die Kosmetik die interessanten Eigenschaften.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Das Stratum corneum spielt dank seiner interzellulären Lipide eine wichtige Rolle als undurchdringliche Barriere. Bei einer Verschlechterung seines Zustands treten mehrere Phänomene auf. Die Beschleunigung der Lipidsynthese macht die Barriere wieder undurchlässig, und die DNA-Synthese in der Epidermis wird beschleunigt. Die Lipide spielen eine entscheidende Rolle, und ihre Synthese wird von mehreren Enzymen in der Epidermis kontrolliert.  Für jedes von ihnen kann ein optimaler pH-Wert und eine Anzahl Ionen festgelegt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die Anwendung von Magnesium oder Magnesiumsalzen bei 10 μM die Rückkehr zum Gleichgewicht beschleunigt.

Stress kann die Narbenbildung verzögern, da er die Produktion von Glucocorticoiden anregt, die negativ auf das Gleichgewicht der Hautbarriere wirken [1].

Magnesium wirkt:
• als Radikalfänger, um oxidativen Stress zu bekämpfen [2, 3]
• durch bessere Feuchtigkeitsversorung, indem es die Rauheit und Hautrötungen verringert [4]
• durch Begrenzung der Freisetzung von Entzündungsmessengern (LT, Zytokine TNF IL12 usw.), die die Reaktionsfähigkeit und die Hautalterung beschleunigen [5]

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Magnesium ist ein allgegenwärtiger biologischer Cofaktor, der nach dem Kalzium das bedeutendste zweiwertige Metallion in der Biochemie ist. Zwar können die Auswirkungen von Magnesiummangel auf das Nervensystem leicht beobachtet werden, seine Wirkung und Dosierung bei der Haut sind jedoch Gegenstand von Diskussionen. Thermalwasser und Wasser aus dem Toten Meer nutzen das Zusammenspiel von Mineralien, insbesondere Magnesium, doch die Nutzungsbedingungen und das Zusammenbringen verschiedener Salze führen dazu, dass man weit von der in vivo-Wirkung des Magnesiumions bei topischer Anwendung allein entfernt ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine umfassende Aussage möglich über das Interesse des Magnesiums in einer Lösung bei einer Dosierung von 0,1 bis 1% bei sporadischer topischer Anwendung (anders als bei längeren Bädern). Jedoch kann es ein gefahrloser Zusatz sein für bestimmte kosmetische Präparate.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Zusammenfassung von Expertenmeinungen stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Magnesium in der Dosierung von 1,8 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] New strategies to improve skin barrier homeostasis. M. Denda, Advanced Drug Delivery Reviews, 54(1): 123 –130. 2002.
[2] Magnesium reduces free radicals in an in vivo coronary occlusion-reperfusion model. Lawrence A et al. J Am Coll Cardiol, 32:536- 539. 1998.
[3] Antimutagenesis studies of magnesium and calcium salts. Bronzetti G et al. Journal of environmental pathology, toxicology and oncology, 19(4): 401-413. 2000.
[4] Dead sea salt improves atopic dry skin. Proksch et al. International Journal of Dermatology, 44:151–157. 2005. [5] Magnesium ions Inhibit the antigen-presenting function of human epidermal langerhans cells in vivo et in vitro involvement of AT Pase, HLA-DR, B7 Molecules and cytokines. Schempp CM et al, The society for investigative Dermatology Inc, 115(4): 680-686. 2000.


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