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HYDROXYPROLIN
Hauptindikation: Festigkeitsverlust
PURER AKTIVSTOFF A91
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung : DIPALMITOYL HYDROXYPROLINE
  • Reines Molekül mit einem Reinheitsgrad von mehr als 75%, durch Biosynthese gewonnen
 

Hydroxyprolin ist eine Aminosäure, die hauptsächlich im Kollagen vorkommt, dem Protein des Knochengerüsts, des Bindegewebes und der Haut. Mit Prolin, seinem Vorläufer, steht es für 25 bis 30% der gesamten Kollagen-bildenden Aminosäuren.
Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Eiweiß des menschlichen Körpers.
Bei der Kollagensynthese synthetisieren die Fibroblasten das Tropokollagen, den Vorläufer des zukünftigen Kollagens. Die Hydroxylierung der Proline des Tropokollagens zu Hydroxyprolin ist die entscheidende Reaktion der Kollagensynthese.  Es wird angenommen, dass die Hydroxylierung des Prolins posttranslational abläuft. Bei dieser Reaktion wirkt ein Enzym als Katalysator, die Prolylhydroxylase, unter Mitwirkung von Vitamin C. Die Hydroxylierung trägt bei zu:
• Stabilisierung des Kollagenmoleküls, dank der Bildung kovalenter Bindungen zwischen den verschiedenen Ketten benachbarter Polypeptide
• Schutz der Proteine gegen Abbau durch Proteasen
• Ermöglichung einer guten Absonderung in den interzellulären Raum
Während des Kollagen-Turnovers werden seine zwei Aminosäuren entweder in freier Form oder in Form von Dipeptiden freigesetzt. Der nicht abgebaute Teil wird über den Urin ausgeschieden. Durch Messung des freien und des gebundenen Hydroxyprolins im Urin können der Kollagen-Stoffwechsel und seine Funktionsstörungen bewertet werden.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Hydroxyprolin wirkt auf der Ebene der Epidermis und der Dermis und führt zu einer Steigerung der Synthese von:

• Ceramiden, über die Aktivierung der Keratinozytenvermehrung in der Epidermis [1-2]
Dipalmitoyl-Hydroxyprolin wurde als Faktor der Epidermis-Erneuerung beschrieben, insbesondere als vernarbender Wirkstoff.
Es gilt als Wirkstoff, der durch eine Steigerung der Hautdicke das Aussehen menschlicher Haut vor allem bei Alterung verbessert. Hydroxyprolin soll auch eine Wirkung auf die Photoalterung der Haut und speziell auf die Falten haben [2].

• Kollagen, über die Fibroblasten, durch indirekte Wirkung auf die Dermis [1-2]
Eine in vivo-Studie an 15 Frauen im Alter zwischen 44 und 55 Jahren (Gesicht halbseitig) zeigt die Wirkung einer Hydroxyprolinformel als Emulsion mit 1% versus Placebo (Anwendung zweimal täglich während eines Monats). Das Hautrelief der Lachfältchen und der Wert der Feuchtigkeitsversorgung werden beurteilt. Bei 60% der Beteiligten verringert Hydroxyprolin die Tiefe der mittleren Falten um 3% und die faltige Hautoberfläche um 35% im Vergleich zum Placebo. Der Prozentsatz der Feuchtigkeitsversorgung wird um 18% angehoben. [3]

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Hydroxyprolin ist ein wesentlicher Bestandteil des Kollagens. Derivat-Zusammensetzungen wurden zur Regulierung der Reparaturphänomene von Dermis und Entzündungen vorgeschlagen. Oxaceprol (Acetyl-Hydroxyprolin) ist das in der Therapeutik bekannteste Derivat. Es wurden objektiv überprüfte Wirkungen erzielt und ein Medikament ist aktuell Gegenstand eines Arzneimittel-Zulassungsverfahrens.

Die bekannteste Indikation von Oxaceprol bei Chirurgen sind hypertrophe und/oder entzündliche Vernarbungsprozesse. Die Dosierung liegt hier bei 10% bei topischer Anwendung.

Vorgeschlagenes Derivat ist Dipalmitoyl, eine Lipoaminosäure mit einer deutlich besseren Fähigkeit zum Einziehen in die Haut als bei der nativen Aminosäureform. Obwohl dieser Wirkstoff schlechter dokumentiert ist als die Acetylform scheint er eine bessere Wirkung auf die Haut für sich beanspruchen zu können. Die Dosierung liegt allerdings deutlich unter der in der Pharmazeutik verwendeten.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Hydroxyprolin in der Dosierung von 80 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] Manufacture and physiological activities of hydroxyproline. Kobayashi et al. Frag J, 31(3): 37-43. 2003.

[2] From Self tanners to sunscreens as skin protectants. Fox C. Cosmetics&Toiletries 118(10): 26-32. 2003.

[3] Evaluation et comparaison des effets anti rides, hydratant et raffermissant d’un actif formulé contre un placebo. Miquey-Pallandre PL et al, Dermscan, n°98609


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