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GLABRIDIN
Hauptindikation: Hyperpigmentierte Haut
PURER AKTIVSTOFF A71
Zusammenfassung
 
  • INCI-Bezeichnung : GLYCYRRHIZA GLABRA (LICORICE) ROOT EXTRACT
  • Titrierter Auszug aus der Lakritzewurzel (Glycyrrhiza glabra L.) Glabridin (Gehalt 40%)

 

Glabridin ist der Hauptbestandteil des hydrophoben Teils des Lakritzeauszugs und wird in der Kosmetik aufgrund seiner aufhellenden Wirkung verwendet.
Die Geschichte der Lakritze geht mehrere Jahrhunderte zurück. Sie wurde schon in den traditionellen chinesischen Kräuterbüchern und den ägyptischen Papyri erwähnt. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Lakritzewurzel „Gan Cao“ genannt und wird im Allgemeinen als energetische Stärkung verwendet, um die durch „Qi“- oder Energiemangel entstandenen Übel zu behandeln.
Ihre Verwendungsmöglichkeiten bei oraler Einnahme sind zahlreich. Lakritze ist ein pflanzliches Heilmittel, das für seine Wirkung gegen Husten, Schwindsucht und Brustschmerzen, insbesondere gegen Bronchitis, sehr bekannt ist. Die entzündungshemmende, schleimlösende und adrenocorticotropine Wirkung der Lakritze werden im British Herbal Compendium beschrieben. Die deutsche Kommission E empfiehlt die innere Verwendung der Lakritzewurzel bei Problemen der oberen Atemwege und bei Darmbeschwerden.

 

  • WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE

Glabridin hemmt die Melaninbildung durch Hemmung der Isoenzyme T1 und T3 der Tyrosinase [1].
Dieses Enzym liegt der Melaninbildung zugrunde. Tyrosinasen wirken als Katalysator bei der Bildung von L-Dopa aus L-Tyrosin.  Sie wirken auch als Katalysator bei der Umwandlung von L-Dopa zu Dopaquinon. Letzteres (Dopaquinon) ist der Vorläufer von Hautpigmenten wie schwarzen Melaninen (über Indole 5-6-Quinone) und roten Melaninen (nach Reaktion mit Zystein und Zyklisierung). Glabridin hemmt die Wirkung der Monophenolase (Hinzufügung einer OH-Gruppe zu einem Phenol), Diphenolase (Oxidation von 2 OH-Gruppen zu Ketonen) und der Tyrosinase [2]. Außerdem war Glabridin der erste bestätigte Inhibitor mit der 15-fachen Wirkung der Kojisäure und einer stärkeren bleichenden Wirkung als der von Arbutin [3].

Glabridin beeinflusst die Pigmentierung, indem es die Melaninsynthese hemmt und die Wirkung der Tyrosinase dosisabhängig inhibiert [4].

Es hemmt die Entzündungsreaktion durch Blockierung der Cyclooxygenasen und durch Vorbeugung der Bildung von freien Radikalen wie Superoxid-Anionen [1].

 

  • MEINUNG UNSERES EXPERTEN

Das Molekül gehört zur Gruppe der Tyrosinase-Hemmer, chemisch ist seine Struktur jedoch komplexer und entfernter.  Das Produkt natürlichen Ursprungs vereint Hemmung der Melaninbildung (stärker als die der Kojisäure) und bessere Verträglichkeit.
Unter diesen Bedingungen sind wirksame Dosierungen unter 1% möglich.
Es gelten die gleichen Bemerkungen wie für andere bleichende Wirkstoffe bezüglich der Verbindung mehrerer Moleküle, die auf verschiedene Weise wirken oder eine bessere Sättigung der Tyrosinasen für optimale Ergebnisse ermöglichen.

 

  • WIRKSAME DOSIERUNG

Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Glabridin in der Dosierung von 2,5 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

 

  • LITERATURANGABEN

[1] The Inhibitory Effect of Glabridin from Licorice Extracts on Melanogenesis. Yokota T et al. Pigment Cell Res, 11:955-961. 1998.
[2] Glabrene and isoliquiritigenin as tyrosinase inhibitors from licorice roots. Nerya O et al. J Agric Food Chem. 51(5):1201-1207. 2003.
[3] An Updated review of tyrosinase inhibitors. Chang TS. Int J Mol Sci, 10(6) : 2440-2475. 2009.
[4] Mechanisms regulating skin pigmentation : the rise and fall of complexation coloration. Ebanks JP et al. Int J Mol Sci, 10(9):4066 – 4087. 2009.


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