XSchließen

Wenn Sie unsere Website weiterhin benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen Dienstleistungen und Angebote zu unterbreiten, die Ihren Interessen entsprechen.

Mehr darüber und Parametrieren der Cookies

COLEUS
Hauptindikationen: Müde Haut, abgespannte Gesichtszüge
REINER WIRKSTOFF A61
Zusammenfassung

INCI-Bezeichnung: PLECTRANTHUS BARBATUS ROOT EXTRACT
Titrierter Auszug von Coleus barbatus, Forskolingehalt >80%
Forskolin ist ein aus Coleus barbatus, einer in Indien vorkommenden Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, gewonnenes Diterpen. Es kommt natürlicherweise nicht im menschlichen Körper vor. Seine therapeutischen Eigenschaften haben diese Pflanze Eingang in die traditionelle Medizin zahlreicher Länder (Ägypten, Afrika, Brasilien usw.) finden lassen. Sie wird für die Behandlung von Darmbeschwerden, Herzkrankheiten, Koliken, Verbrennungsgefühl, Atemproblemen und vielem mehr eingesetzt.
Ebenso wird Forskolin in Indien als Gewürz verwendet.
Bei der Haut wird es zur Behandlung von Ekzemen und Schuppenflechte gebraucht, zwei Hautkrankheiten, die sich durch geringen zellulären cAMP-Gehalt äußern.
Ermüdung der Haut bedeutet eine Verlangsamung der Lebensmechanismen der Haut. Gründe für eine müde Haut können in der Umwelt, im Lebensstil, im Jahreszeitenwechsel, in aggressiver und verschmutzter Umwelt, im Stress, in großer Müdigkeit und anderem zu finden sein. Das Hautbild verändert sich und wird unregelmäßig und der Teint wird fahl.

WIRKUNGSMECHANISMEN / WIRKSAMKEITSBEWEISE
Forskolin hat mehrere Wirkungen:

• Anregung des Lebensprozesses von Zellen:
Forskolin aktiviert die Adenylatcyclase, das Enzym, das das Cyclische Adenosinmonophosphat (cAMP) aus ATP katalysiert [1, 2]. Das cAMP ist unabdingbarer Bestandteil für allgemeinen und zellulären Stoffwechsel. Unter normalen Bedingungen wird cAMP gebildet, wenn ein spezifisches Hormon, z. B. Epinephrin, sich an den Rezeptor der Zellmembran bindet und die Aktivierung der Adenylatcyclase anregt. Forskolin umgeht die hormonale Aktivierung der Adenylatcyclase.
Folglich aktiviert es die Adenylatcyclase direkt und der zelluläre cAMP-Gehalt wird erhöht. Dank dieser Eigenschaft erleichtert und verbessert Forskolin den Nährstofftransport zu den Hautzellen.

• Anregung der Bräunung:
In der Natur wird die Melaninbildung hauptsächlich von den UV-Strahlen angeregt, die direkt auf die Melanozyten wirken und indirekt arbeiten, indem sie die Produktion von Melanozyten-stimulierenden Hormonen (αMSH) und Adrenocorticotropen Hormonen (ACTH) anregen [3]. Diese zwei Hormone binden sich an ihre Rezeptoren und aktivieren so die Adenylatcyclase, das Enzym, das das Cyclische Adenosinmonophosphat (cAMP) aus ATP katalysiert.
In vitro-Studien zeigen die entscheidende Rolle von cAMP bei der Regulierung der Melaninbildung [3]. Es konnte tatsächlich eine Verbindung zwischen cAMP und der Steigerung der Melaninbildung herausgestellt werden, über die Aktivierung der Proteinkinase A und den Transkriptionsfaktor CREB, was zur Steigerung der MITF (Mikrophthalmie-assoziierter Transkriptionsfaktor)-Expression führt.
Letzteres aktiviert die Transkription bestimmter Melanozyten-Proteine, darunter der Schlüsselenzyme für die Melaninbildung, Tyrosinase und TRP-1, und erhöht so die Melaninsynthese [4].
Forskolin ist ein bekannter Wirkstoff, der zur erhöhten zellulären cAMP-Konzentration führen kann, indem die Wirkung der -MSH gehemmt wird. So kann die Melaninbildung gesteigert werden [5], indem die Melanozytendifferenzierung erleichtert und die Pigmentierung angeregt wird [2].

• Wirkung auf die Bestandteile der Dermis und Epidermis:
AHA regen die Produktion von GAG (Glycoaminoglycanen) in Dermis und Epidermis an. 20%ige Zitronensäure (zweimal täglich aufgetragen während drei Monaten) erhöht den GAG-Gehalt in Dermis und Epidermis [1, 2]. 25%ige Zitronensäure (zweimal täglich aufgetragen während 6 Monaten) erhöht die Dichte der elastischen Fasern und Kollagenfasern in der Dermis [1, 3].
Durch die Anregung der Epidermis wird die Tätigkeit der Fibroblasten angekurbelt, ähnlich wie beim Vernarbungsprozess der Epidermis.
Diese Wirkung soll zur größeren Dicke der Haut beitragen, die bei AHA-Behandlungen beobachtet wurde.

• Schutz gegen Sonneneinwirkung:
Sonnenstrahlen führen zu DNA-Schäden (Verzerrung der Doppelhelix oder Erzeugung kovalenter Bindungen), teilweise durch Schaffung freier Radikale. Diese Schäden ändern Struktur und Funktion des Erbguts.
Es konnte an UVB-bestrahlten humanen Keratinozyten und an einem Hautmodell gezeigt werden, dass eine Vorbehandlung mit Forskolin 0,08% folgende Wirkung hat [5]:
- signifikante Verringerung der Poly [ADP-ribose] polymerase, des Enzyms, das DNA-Brüche verursacht.
- signifikante Verringerung der Anzahl verbrannter Zellen
- signifikante Verringerung DNA-Schäden-spezifischen Antikörper (CPD und 64PP).
Ein TUNEL-Test bestätigt die schützende Wirkung des Forskolins auf die DNA. Mehrere Studien zeigen eine Verbindung zwischen αMSH, MC1R und der gesteigerten DNA-Reparatur [6]. Forskolin könnte also positiv auf die DNA-Reparatur wirken dank seiner αMSH-ähnlichen Wirkung. Zudem könnte Forskolin die Zellen vor Apoptose schützen, indem die MET- und HGF-Expression reguliert wird. Dies sind zwei Schlüsselakteure beim Schutz der Zelle gegen Apoptose [7].

Diese Elemente zeigen, dass Forskolin als Wirkstoff bei der Behandlung von müder Haut eingesetzt werden könnte.

MEINUNG UNSERES EXPERTEN
Forskolin gehört zu den Wirkstoffen, die inzwischen gut bekannt sind und insbesondere in der dermatologischen Kosmetik eingesetzt werden. Es ermöglicht eine direkte Aktivierung der Adenylylcyclase und folglich die Erhöhung des „second messenger“ cAMP. Es umgeht also die Aktivierung durch die Membranrezeptoren, die an das Protein G gebunden sind. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise auch die β-Rezeptoren oder die Melanocortin-1-Rezeptoren, die MSH binden.
Die angeregten Wirkungen sind sehr unterschiedlich je nach Zelltyp, es sollen hier jedoch drei Kategorien festgehalten werden: Keratinozyten und entzündungshemmende Modulation, Melanozyten und Pigmentierungsförderung, Adipozyten und Lyse der angehäuften Triglyceride.
Ein anderes Interesse ist der Synergieeffekt mit den Phosphodiesterase-Hemmern (z. B.: Koffein), um die Wirkung der oben erwähnten großen Wirkklassen zu verstärken.
Die Struktur des Wirkstoffs ermöglicht ein gutes Eindringen in die Haut und eine gute Verfügbarkeit in der Zelle. Die Kombination der in den Zellen wirksamen Dosen und des erwarteten Eindringens in die Haut führt zur Empfehlung von Dosen zwischen 0,1% und 0,5% reinen Wirkstoffs. Die Verbindung mit 5% Koffein ist interessant bei Cellulite. Für die Gesichtspflege (Festigkeit, Farbe), können die Dosen geringer sein.
Das Produkt wird bei Couperose nicht empfohlen (hier beispielsweise Rutin verwenden).

WIRKSAME DOSIERUNG
Alle Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien sowie die übliche Nutzung dieses Wirkstoffs und die Meinung unseres Experten stimmen darin überein, dass der Reine Wirkstoff Coleus in der Dosierung von 1,4 mg pro Flakon verwendet werden sollte.

LITERATURANGABEN

Diese Angaben dienen ausschließlich dem Zweck der Information und stellen in keinem Fall eine medizinische Information dar; ebenso wenig können wir dafür haftbar gemacht werden. Diese Dokumente dürfen ausschließlich für den persönlichen und privaten Informationsbedarf kopiert und reproduziert werden. Jede Verwendung einer Kopie oder Reproduktion zu anderem Zweck ist ausdrücklich verboten und zieht rechtliche Konsequenzen für den Verwender nach sich gemäß Artikel L 122-3 des französischen Urheberrechtsgesetzes („Code de la Propriété Intellectuelle“).